All Black EDC 2026 – mein minimalistisches Everyday Carry im Überblick
Miyoo Mini Flip, Xteink X3, Olight, Gerber & mehr: Mein komplett schwarzes Everyday Carry 2026 – jedes Teil hat einen klaren Zweck.
Everyday Carry ist persönlich
Everyday Carry ist eine sehr persönliche Sache. Was für den einen unverzichtbar ist, ist für den anderen unnötiges Gewicht in der Tasche. Meine Philosophie dahinter ist simpel: Jedes Teil muss einen klaren Zweck haben, kleinstmöglich sein und sich optisch einfügen. Deshalb ist mein EDC 2026 konsequent schwarz – kein Schnickschnack, kein Aufsehen, einfach Funktion.
Hier ist, was täglich mit mir unterwegs ist.
Miyoo Mini Flip – Gaming in der Hosentasche
Den Anfang macht das Gadget, das vielleicht am meisten erklärt, wie ich meinen Alltag angehe: Der Miyoo Mini Flip.
Ein Gaming-Handheld als EDC-Artikel? Absolut. Wer regelmäßig pendelt, wartet oder einfach kurze Pausen hat, weiß wie wertvoll ein Gerät ist, das in Sekunden spielbereit ist – und genauso schnell wieder verstaut werden kann.
Der Miyoo Mini Flip ist genau das. Im zugeklappten Zustand ist er kaum größer als ein dicker Kreditkartenstapel, passt in jede Hosentasche und schützt Display sowie Tasten vollständig. Aufgeklappt gibt es ein scharfes 2,8-Zoll-IPS-Display mit 750 × 560 Auflösung im klassischen 4:3-Format – perfekt für Game Boy, GBA, SNES oder PlayStation 1. Alles mit Onion OS vorinstalliert, Pick-up-and-play, keine Konfiguration nötig.
Das Klapp-Scharnier ist stabil, das Gewicht liegt bei gerade mal 119 Gramm. Er stört nicht. Und genau das macht ihn zum perfekten EDC-Gerät für Retro-Gaming-Fans.
Mehr zum Miyoo Mini Flip in unserem ausführlichen Review.
Vonmählen Evergreen Go – die Powerbank, die man nicht spürt
1.000 mAh, integriertes USB-C Kabel, kaum größer als ein USB-Stick. Die Vonmählen Evergreen Go ist die konsequenteste Antwort auf die Frage: Was ist das kleinste sinnvolle Ladegerät, das ich täglich dabei haben kann?
Klar, 1.000 mAh klingt nach wenig. Das entspricht ungefähr einer Notladung für ein modernes Smartphone – von 15 auf 35 Prozent, je nach Gerät. Aber genau das ist der Punkt. Diese Powerbank ist nicht als Hauptstromquelle gedacht. Sie ist der Puffer, wenn man merkt, dass das Handy auf 12 Prozent gefallen ist, man aber noch zwei Stunden braucht.
Das integrierte USB-C Kabel macht externes Kabelgefummel überflüssig, das schlanke Format verschwindet im Innenfach einer Jacke oder im Cardholder-Bereich der Hosentasche. Wer täglich eine große, schwere Powerbank dabei hat, die er selten braucht, denkt zu groß. Wer gar keine dabei hat, ärgert sich irgendwann. Die Vonmählen liegt genau dazwischen.
Olight OPen Mini 2 & OClip – Schreibwerkzeug und Licht in einem
Zwei Produkte, die sich so gut ergänzen, dass ich sie gemeinsam besprechen möchte.
Der Olight OPen Mini 2 ist auf den ersten Blick ein Kugelschreiber. Auf den zweiten ein Bleistift. Auf den dritten eine winzige Taschenlampe. Das klingt nach zu viel auf einmal – ist es aber nicht, weil jede Funktion ihren Platz hat. Der Stift selbst ist aus Metall, fühlt sich hochwertig an und schreibt zuverlässig. Die Taschenlampen-Funktion ist kein Gimmick, sondern ein echter Vorteil: Wer nachts unterwegs ist, mal unter einen Tisch schauen oder etwas in schlecht beleuchteter Umgebung nachschauen muss, hat eine kompakte Lichtquelle direkt im Stift.
Dazu kommt der Olight OClip – eine flache, clipbare Taschenlampe mit bis zu 300 Lumen und vier Modi, inklusive Rotlicht. Das Rotlicht ist kein Spielerei: Es erhält die Dunkeladaption des Auges, was nachts in vielen Situationen von echtem Vorteil ist. Der OClip lässt sich am Kragen, am Rucksack, an der Jackentasche oder direkt am Cardholder befestigen.
Zusammen decken OPen Mini 2 und OClip alle Situationen ab, in denen man Licht oder ein Schreibwerkzeug braucht – und beide zusammen wiegen weniger als ein Standard-Kugelschreiber mit Taschenlampe, die man nie dabei hat.
Gerber Klappmesser – clean, schwarz, schlicht
Ein gutes EDC-Messer braucht keine Erklärung. Man greift täglich danach – Pakete öffnen, Kabelbinder kürzen, Äpfel schälen, was auch immer der Tag bringt. Das Gerber in meinem Carry ist kompakt, hat eine saubere schwarze Klinge, öffnet reibungslos und macht optisch keinen Lärm.
Mehr muss ein EDC-Messer nicht tun. Es soll im Alltag funktionieren, nicht beeindrucken.
Jabra Elite 10 – einfach zuverlässig
Kopfhörer im EDC: Die Jabra Elite 10 sind meine täglichen Begleiter. Nicht weil sie die teuersten oder technisch spektakulärsten sind – sondern weil sie einfach funktionieren. Angenehmer Sitz, solider Sound, zuverlässiges ANC, stabile Bluetooth-Verbindung. Sie sitzen den ganzen Tag ohne zu drücken, die Akkulaufzeit reicht problemlos durch den Arbeitstag, und das Case ist kompakt genug, um in jede Tasche zu passen.
Im EDC-Kontext ist Zuverlässigkeit wichtiger als Features-Listen. Die Jabra Elite 10 liefern genau das.
Cardholder mit Money-Clip – Portemonnaie auf Minimum
Ein klassisches Portemonnaie ist mir zu groß geworden. Ich brauche vier bis fünf Karten und etwas Bargeld – mehr nicht. Ein schlichter schwarzer Cardholder mit Money-Clip erledigt das mit einem Bruchteil des Volumens. Kein Kassenbon-Friedhof, keine Zettel, keine Loyaltycards die man sowieso nie scannt. Nur das Wesentliche.
Xteink X3 – der kleinste E-Reader der Welt
Der Xteink X3 ist das Überraschungs-Gadget in diesem Carry. Ein E-Reader als EDC-Artikel? Ja – weil der X3 so klein ist, dass er sich tatsächlich dafür eignet.
Mit 98 × 64 × 5 mm und gerade mal 58 Gramm ist er kaum größer als eine Kreditkarte und dünner als die meisten Smartphones. Das 3,7-Zoll-E-Ink-Display mit 250 PPI ist schärfer als das Display des größeren X4-Modells, kein Touchscreen, keine Ablenkung – einfach lesen.
Der eingebaute Magnetring klebt den X3 an der Rückseite des iPhones, wenn man möchte. Die Akkulaufzeit von bis zu 14 Tagen macht ihn zu einem Gerät, das man schlicht vergisst – im besten Sinne.
Wer regelmäßig unterwegs liest und keinen klassischen Kindle in der Tasche tragen möchte, findet mit dem X3 eine konsequent miniaturisierte Alternative. Der Kindle ist das bessere E-Reading-Gerät. Der X3 ist das portablere.
Mehr zum Xteink X3 in unserem ausführlichen News-Artikel.
Amazfit Helio Strap – Gesundheitsdaten ohne Smartwatch-Stress
Am Handgelenk trägt sich der Amazfit Helio Strap – und das hat einen klaren Grund.
Ich wollte meine Smartwatch ablegen. Nicht weil sie schlecht ist, sondern weil die ständigen Benachrichtigungen am Handgelenk mehr Stress erzeugt haben als sie abgebaut haben. Gleichzeitig wollte ich nicht auf Herzfrequenz, Schlaftracking und Stressüberwachung verzichten – diese Daten finde ich tatsächlich wertvoll, wenn man sie richtig liest.
Der Helio Strap löst diesen Widerspruch: kein Display, keine Benachrichtigungen, kein Ablenkungspotenzial. Einfach ein schlichtes Band, das rund um die Uhr trackt und die Daten in der Zepp App zugänglich macht. Herzfrequenz jede Sekunde, Schlafphasen, BioCharge-Energiewert, Stresslevel, VO₂ max – und das ohne Abogebühr.
Nach zwei Wochen im Alltag ist das Urteil klar: Er sitzt angenehm, stört weder tagsüber noch im Schlaf, und die Akkulaufzeit von realistisch zwei Wochen ist beeindruckend. Das Modul könnte etwas schmaler sein – bei schmaleren Handgelenken wirkt es etwas klobig. Aber als Konzept ist es genau das, was ich gesucht habe.
Mehr zum Amazfit Helio Strap in unserem ausführlichen Review.
Das Gesamtbild: Weniger ist mehr
Was verbindet all diese Dinge? Sie sind schwarz, kompakt und haben einen klaren Zweck. Kein Teil ist dabei, weil es beeindruckt – alles ist dabei, weil es gebraucht wird.
Das ist mein EDC-Prinzip 2026. So wenig wie möglich, so nützlich wie nötig.

Kev
Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Technik, Gadgets und allem, was sich im Retro-Bereich tut. Handhelds, ausgefallene Gadgets und Kram aus meiner Vergangenheit – genau das treibt mich an. Neben Gadget Kompass betreibe ich den YouTube-Kanal Kevs Techupdate, wo ich all das auch im Video-Format aufbereite.



