Samsung Galaxy Z TriFold: Das teuerste Smartphone der Welt lebt nur 3 Monate
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News ~4 Min. Lesezeit 8. April 2026

Samsung Galaxy Z TriFold: Das teuerste Smartphone der Welt lebt nur 3 Monate

2.899 Dollar, drei Monate, vorbei. Samsung hat das Galaxy Z TriFold eingestellt – das ambitionierteste Smartphone aller Zeiten war nie für den Massenmarkt gedacht.

2.899 Dollar. Drei Monate. Vorbei.

Samsung hat das Galaxy Z TriFold offiziell eingestellt – und damit eines der ambitioniertesten Smartphones, das je gebaut wurde, nach einer rekordverdächtigen kurzen Marktpräsenz wieder vom Markt genommen. Bestätigt wurde es gegenüber Bloomberg durch einen Samsung-Sprecher: Der Vertrieb wird zunächst in Südkorea gestoppt, anschließend in den USA, sobald die verbliebenen Bestände verkauft sind. Eine Neuauflage oder ein Nachfolger? Laut Samsung aktuell nicht geplant.

Was war das Galaxy Z TriFold überhaupt?

Wer die letzten Monate nicht verfolgt hat: Das Galaxy Z TriFold war Samsungs erstes Tri-Fold-Smartphone – ein Gerät mit zwei Scharnieren, das sich auf ein 10-Zoll-Tablet entfaltet, dabei eine 6,5-Zoll-Außenanzeige mitbringt und mit einer 200-MP-Kamera, 16 GB RAM, einem Snapdragon 8 Elite Chip und einem rekordverdächtigen 5.600-mAh-Drei-Zellen-Akku ausgestattet ist. Nur 3,9 mm dick im entfalteten Zustand. Zugegeben beeindruckend.

Es war Dezember 2025, als das Gerät zunächst in Südkorea erschien. Ende Januar 2026 kam es für den US-Markt – für 2.899 Dollar, ausschließlich für das 512-GB-Modell. Ein 1-TB-Modell wurde nie konkretisiert. Europa und der Rest der Welt? Wurden nie bedient.

Samsung Galaxy Z TriFold – Vorder- und Rückseite mit 10-Zoll-Display
Samsung Galaxy Z TriFold – entfaltet auf 10 Zoll, mit Carbon-Rückseite und Triple-Kamera.

Warum wurde es so schnell eingestellt?

Die ehrliche Antwort: Weil es nie ein echtes Produkt war.

Samsung hat das TriFold von Anfang an in kleinen Batches von rund 3.000 bis 6.000 Einheiten pro Restock verkauft. Jedes Mal waren die Geräte innerhalb von Minuten ausverkauft – nicht weil die Nachfrage überwältigend war, sondern weil schlicht kaum Einheiten vorhanden waren. Die Limitierung war kein Zufall. Sie war die Strategie.

Denn hinter dem TriFold steckte kein klassisches Massenmarkt-Konzept – es war ein technologisches Statement. Samsung wollte beweisen, dass man in der Lage ist, ein Tri-Fold-Gerät zu bauen, bevor Apple mit dem iPhone Fold auf den Markt kommt. Punkt. Kein Gewinnziel, kein Rollout-Plan, kein Ökosystem dahinter.

Die Produktionskosten sprechen für sich: Das Gerät soll Samsung kaum oder gar keine Marge gebracht haben. Teure Custom-OLEDs, aufwändige Doppelscharnier-Konstruktion, speziell entwickelte Batteriesysteme – für ein Gerät ohne Skaleneffekte ist das schlicht nicht profitabel zu betreiben.

Dazu kamen erste Berichte über Screen-Probleme bei Nutzern, was das Risiko einer Massenproduktion zusätzlich erhöhte.

Samsung Galaxy Z TriFold – nur 3,9 mm dünn im entfalteten Zustand
Nur 3,9 mm dick – das TriFold entfaltet in der Hand.

Die eigentliche Message: Es geht um Apple

Man muss das TriFold im richtigen Kontext sehen. Und der Kontext heißt iPhone Fold.

Apple wird voraussichtlich im September 2026 sein erstes faltbares Smartphone vorstellen – ein Buchformat-Foldable mit einem 7,8-Zoll-Innendisplay, knapp-kreuzfreier Anzeige und einem erwarteten Preis um die 2.400 Dollar. Die gesamte Foldable-Industrie bereitet sich seit Monaten darauf vor.

Samsungs TriFold war der lauteste Schuss vor den Bug, den man sich vorstellen kann: "Wir können ein Tri-Fold-Gerät bauen. Wir können das, was Apple noch nicht mal als Bi-Fold auf den Markt gebracht hat, bereits in der dritten Dimension."

Die Botschaft kam an. Und jetzt, wo der Punkt gemacht ist, wird das Gerät still beerdigt.

Parallel dazu arbeitet Samsung bereits am Galaxy Z Fold 8 Wide – einem breiteren Foldable im 4:3-Format, das Apples erwartetes iPhone Fold direkt im Herbst 2026 kontern soll. Das ist die eigentliche Zukunft von Samsungs Foldable-Strategie. Das TriFold war der Prolog.

Was bleibt vom TriFold?

Technisch: Eine Menge. Das TriFold hat gezeigt, dass ein 10-Zoll-Smartphone möglich ist, ohne dabei auseinanderzufallen. Die Dual-Rail-Scharniertechnik, die Drei-Zellen-Batterie, das fast-faltenlose Display – das ist alles Technologie, die Samsung in kommenden Geräten wiederverwenden wird.

Kulturell: Das TriFold wird als das Gerät in Erinnerung bleiben, das Samsung gebaut hat, um Huawei und Apple gleichermaßen Respekt einzuflößen. Als teures, limitiertes, technologisches Kunstwerk – und als eines der kürzestlebigen Flaggschiffe in der Geschichte des Smartphones.

Wer noch ein Exemplar möchte: In einigen Samsung Experience Stores in den USA sollen noch vereinzelte Einheiten verfügbar sein. Danach ist das Kapitel geschlossen.

Und jetzt?

Die nächste große Foldable-Story schreibt Apple – voraussichtlich im September 2026. Ob das iPhone Fold liefert, was das TriFold nur angedeutet hat, wird die spannendste Tech-Frage des Jahres. Wir sind dabei.

Kevin – Autor bei Gadget Kompass

Kev

Ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit Technik, Gadgets und allem, was sich im Retro-Bereich tut. Handhelds, ausgefallene Gadgets und Kram aus meiner Vergangenheit – genau das treibt mich an. Neben Gadget Kompass betreibe ich den YouTube-Kanal Kevs Techupdate, wo ich all das auch im Video-Format aufbereite.

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